Fast ein Wesir

Medien | ARMIN THURNHER | aus FALTER 48/03 vom 26.11.2003

BUCH "Eine Krone bitte", nennt Günther Nenning sein neues Buch, in dem er hemmungslos für den Kalifen der Österreicher wirbt: für Hans Dichand. 

Günther Nenning hat ein Buch über die Kronen Zeitung gemacht. So kann man den Tatbestand umschreiben, dass demnächst ein Buch über Günther Nenning erscheint, verfasst von Günther Nenning, aber nicht im Auftrag Günther Nennings. Der Auftrag kam, so stehts im Buch, vom Verleger, der auch sehr streng mit Deadlines sei, was bei Autor und Lektor offenbar Folgen hatte. Auf das Eliminieren von Wiederholungen und Redundanzen haben sie weitgehend verzichtet, denn die Zeit drängte und der zu füllende Raum war weit offen.

  Ach ja, das Buch hat außer Nenning selbst noch ein Thema. Es ist die Kronen Zeitung, dieses liebenswerte österreichische Familienblatt, das letzthin ins Gerede kam, weil sich die Eigentümer streiten. Miteigentümer Hans Dichand holte 1987 die deutsche WAZ-Gruppe an Bord, um den ungeliebten Partner Kurt Falk auszahlen

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