"Ich zeige einen Ausweg"

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 48/03 vom 26.11.2003

HOLOCAUST Imre Kertész, Romancier und Nobelpreisträger, besuchte Wien, wo sein Drehbuch "Schritt für Schritt" im Rahmen der Aktion "Eine Stadt ein Buch" verschenkt wird. Mit dem "Falter" sprach er über seinen jüngsten Roman "Liquidation", über die Menschlichkeit von Auschwitz, KZ-Filme und Thomas Bernhard. 

Die Wege zum Ruhm sind nicht immer einfach: Bevor der 1929 in Budapest geborene Imre Kertész im Vorjahr mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde, fristete er lange das Dasein eines weitgehend unbekannten Schriftstellers. Sein "Roman eines Schicksallosen", mit dem der im Juli 1944 nach Auschwitz deportierte Kertész seine Erfahrung im Konzentrationslager verarbeitete, erscheint im ungarischen Original 1975, um bald wieder zu verschwinden. Erst in der zweiten Auflage findet er 1985 Beachtung, die deutsche Neuübersetzung von 1995 wird als literarisches Ereignis gefeiert. Das 2002 erschienene Drehbuch zur Verfilmung des "Romans eines Schicksallosen" wurde soeben im Rahmen


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