OHREN AUF! Alte Schule

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 48/03 vom 26.11.2003

Nur in einem Bereich hat Mozart seinen (bewunderten) Kollegen Joseph Haydn künstlerisch wohl wirklich übertroffen: in der Oper, deren überproportionales Renommee dafür verantwortlich sein dürfte, dass beide Komponisten bis heute nicht zumindest als ebenbürtig angesehen werden. Ein Hammer wie "Don Giovanni" ist Haydn eben nie gelungen, obwohl einige seiner 24 Opern wirklich nicht weit zurückstehen. Auf den Bühnen dieser Welt sind sie jedoch ähnlich präsent wie auf dem CD-Markt: so gut wie nicht.

So bleiben Haydn-Fans nach wie vor auf den Esterháza Opern Zyklus von Antal Dorati angewiesen. In den späten Siebzigerjahren nahm der ungarische Dirigent mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne und erstklassigen Solisten wie Jessye Norman, Norma Burrowes oder Robin Leggate acht der besten Haydn-Opern auf ("Armida", "La fedeltà premiata", "Orlando paladino", "La vera costanza", "L'incontro improvviso", "L'infedeltà delusa", L'isola disabitata" und "Il mondo della luna"), die nun - spartanisch


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