Herzschlag nach Noten

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 48/03 vom 26.11.2003

MUSIK Eine erste Porträt-CD gibt die spannende und höchst lebendige Musik der japanischen Komponistin Misato Mochizuki zur Entdeckung frei.  

Vor zwei Jahren veranstaltete das Klangforum Wien zum ersten Mal sein "Symposion": keine Vortragsreihe, sondern ein (von der Operngruppe NetZZeit) inszeniertes, achtstündiges Konzert, bei dem nicht nur allerfeinste Musik des 20. Jahrhunderts geboten wurde, sondern auch eine Auswahl bester Weine, mit deren Hilfe das Publikum im Verlauf des Abends seine Wahrnehmungsgewohnheiten aufbrechen, sich in einen drogeninduzierten Zustand sinnlicher Aufnahmebereitschaft versetzen, kurz: sich stilvoll, aber ordentlich betrinken konnte.

  Erstmals in Wien war bei diesem Konzert auch Musik von Misato Mochizuki zu hören: "Chimera", ein agiles und luftiges Ensemblestück, in dem sich die junge japanische Komponistin völlig unverfroren eines fein swingenden Groove bedient und damit das Publikum auf Anhieb für sich einnahm. Neue Musik zum Mitwippen - eine Sensation.


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