"Wem glaubst du?"

Kultur | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 48/03 vom 26.11.2003

FILM Andrew Jareckis hochspannender Dokumentarfilm "Capturing the Friedmans" handelt von einem spektakulären Kinderschänderprozess und der Frage nach der Unschuld der Bilder. 

Eigentlich hätte es in Andrew Jareckis Dokumentarfilmdebüt von New Yorks beliebtesten Kinderpartyclown handeln sollen, Arbeitstitel: "Funny and Silly". Doch bei den Dreharbeiten stieß der Regisseur auf die Familiengeschichte von Silly Billy alias David Friedman, die dieser zunächst aus dem Film heraushalten wollte. In den ersten Interviewpassagen verschlägt es ihm und seiner Mutter noch sichtbar die Sprache. Kopfschütteln, Abwinken, Wegblicken: "You know, there are things ..."

  Diese "Dinge" liegen weit zurück, im Jahr 1987, als Davids Vater Arnold Friedman, ein beliebter und mehrfach ausgezeichneter Grundschullehrer, gemeinsam mit Davids jüngstem Bruder Jesse, damals gerade 18 Jahre, angeklagt wurde, im Keller des Familienhauses mehrere Dutzend Buben misshandelt und vergewaltigt zu haben. Der Fall Friedman


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