Silber gegen Blech

CHRISTIAN FELBER | Vorwort | aus FALTER 49/03 vom 03.12.2003

KOMMENTAR Während der Voest-Verkauf hohe Wellen schlug, ging Böhler-Uddeholm fast reibungslos über die Budel. Zu Recht? 

Die Welt liegt im Privatisierungsfieber. Für ein so junges Phänomen - Margaret Thatcher begann erst vor zwanzig Jahren damit - hat die Umwandlung von Staat in privat fast religiöse Zwanghaftigkeit erreicht. Die Widerstände ebben ab. Während der Voest-Verkauf noch hohe Wellen schlug, ging Böhler-Uddeholm fast reibungslos über die Budel. Das Einzige, was SP-Wirtschaftssprecher Hans Moser noch monierte, war, dass der Erlös zu gering gewesen sei.

  Vor fünfzig Jahren, nach dem Krieg, war das anders. Da gab es noch zahlreiche Gründe für die Sozialdemokratie, Industriebetriebe zu verstaatlichen. Ins Feld geführt wurde nicht nur die Errettung "deutscher" Betriebe vor dem russischen Zugriff (das machte auch die ÖVP zum Verstaatlichungsverbündeten) oder Sachzwänge, wie das Nichtvorhandensein solventer Privatkapitalisten, nein, da galt auch "die Verhinderung

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