"Neues Gutachten"

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 49/03 vom 03.12.2003

FALL CHEIBANI W. Die Witwe des zu Tode gekommenen Afrikaners misstraut dem entlastenden medizinischen Gutachten und hofft auf energischere Schritte der Ankläger. 

Ein Mann stirbt, nachdem er minutenlang gefesselt am Bauch gelegen ist. Ein Trupp Einsatzkräfte steht und kniet auf ihm, obwohl er sich nicht mehr rührt. Ein Notarzt sieht - mit den Händen im Hosensack - zu und unternimmt nichts, obwohl der Mann leblos wirkt. Wer trägt Schuld an diesem Tod? Der Hobbyfußballer Cheibani Wague habe ein schwaches Herz gehabt und an einem "konstitutionellen Schwächezustand" laboriert, so Rechtsmediziner Daniele Risser. Darüber hinaus sei sein Gesundheitszustand durch starkes Haschisch beeinträchtigt gewesen. Sein "Herz-Kreislauf-Versagen" sei daher "nicht beherrschbar" gewesen.

  Mit diesem Gutachten (der Falter berichtete) will sich Nathalie K., die Witwe des Afrikaners, nicht zufrieden geben. Ihre Anwältin, Nadja Lorenz, hofft nun auf energischere Ermittlungsschritte der Staatsanwaltschaft

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