Ein bisschen Frieden

Politik | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 49/03 vom 03.12.2003

BEZIRKSGERICHT Ein Wiener darf seine Friedensfahne nicht zum Fenster hinaushängen. Der Richter hat in seinem Urteil angemerkt, dass sie der Homo-Fahne ähnlich sehe. 

Der "Fetzen" muss weg, und zwar schleunigst. Die Eigentümerin des schmucken Altbaus im dritten Wiener Gemeindebezirk, sieht nicht ein, warum sie sich fragen lassen muss, "ob ich mich jetzt politisch betätige, weil ich die Fahne an meiner Hausfassade hängen habe". Und, noch schlimmer, erzählt die Innsbruckerin vor Gericht, "ich wurde auch gefragt, ob ich ein Schwulen- oder Lesbenlokal aufmache".

  Die Fahne bleibt, und zwar für immer. Oder zumindest "so lange, bis Frieden in der Welt herrscht", sagt Gerhard Burda, kein Unbekannter in der Wiener Alternativszene. "Das Eintreten für Frieden ist in meiner Lebensgestaltung ein ganz wichtiges Element." Daher marschierte der 61-Jährige Ende März, als die USA in den Irak einrückten, auch gemeinsam mit Tausenden anderen Wienern zum Ballhausplatz, um gegen diesen Krieg zu


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