Ein besonderer Sammler

Politik | GABRIELE ANDERL | aus FALTER 49/03 vom 03.12.2003

NS-AUFARBEITUNG Ein neues Buch dokumentiert, wie sich Museen, Kunsthandel und Einzelne an jüdischen Sammlungen bereicherten. Besonders erfolgreich dabei war der Wiener Schätzmeister Anton Exner. 

Er hatte Dutzende Reisen nach China und Japan unternommen, war Eigentümer eines Fachgeschäfts für ostasiatische Kunst in Wien, ein besessener Sammler und wegen seiner Spezialkenntnisse zugleich Schätzmeister am Dorotheum: Anton Exner. Bis 1944 taucht sein Name im Zusammenhang mit fast allen großen Auktionen auf, bei denen auch Ostasiatika versteigert wurden. Die 474. Kunstauktion vom 31. März 1941, bei der ausschließlich chinesische und japanische Kunstgegenstände von hoher Qualität aus den Beständen einer Ende des 19. Jahrhunderts entstandenen - nicht namentlich genannten - Sammlung unter den Hammer kamen, stellte dabei keine Ausnahme dar. Vieles spricht dafür, dass es sich um eine Sammlung aus jüdischem Besitz gehandelt hat.

  An mehreren Stellen findet sich Exners Name auch in


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige