Kommentar

Wien Modern: Ligeti - und sonst?

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 49/03 vom 03.12.2003

Am Schluss wars dann fast wieder wie früher. Doch als das am letzten Samstag zu Ende gegangene Festival Wien Modern vor fünf Wochen mit einem siebentägigen Schwerpunkt zur Musik von György Ligeti startete, mussten sich Stammgäste erst mal daran gewöhnen, dass ihnen - anders als in den Jahren zuvor - selbst eine Viertelstunde vor Konzertbeginn kein Sitzplatz mehr sicher war. Ein beeindruckender Publikumszuwachs von 3000 Besucherinnen und Besuchern machte an manchen Abenden sogar die Einrichtung der sonst nur bei überlaufenen Starpianisten-Recitals üblichen Bühnenplätze notwendig. Das hat es in Konzerten, die sich ausschließlich der zeitgenössischen Musik widmen, bislang nicht gegeben.

Sicherlich ist für diesen in der mittlerweile 16-jährigen Festivalgeschichte wohl größten Erfolg von Wien Modern vor allem György Ligeti verantwortlich. Der Mann ist eine singuläre Erscheinung, seine Werke gehören in ihrem gedanklichen Fundament ebenso wie in ihrer sinnlich packenden Musikalität


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