Die Schönheit des Krieges

Kultur | ERICH KLEIN | aus FALTER 49/03 vom 03.12.2003

FOTOGRAFIE Die Ausstellung "Brutale Neugier" im Wien Museum Karlsplatz kann als spannender Essay über den Kriegsfotografen Walter Henisch gesehen werden. 

Der Krieg ist der Vater aller Dinge. Im Fall von Walter Henisch (1913-1975), Kriegsfotograf und Bildreporter, dem eine kleine, gerade hundert Fotos umfassende Ausstellung im neu umgebauten Atrium des Wien Museums gewidmet ist, scheint sich der martialische Spruch zu bewahrheiten.

  Henisch, ob seiner geringen Körpergröße von ewigen Minderwertigkeitskomplexen geplagt, wird im Zweiten Weltkrieg zu einem der erfolgreichsten Kriegsberichterstatter der Wehrmacht; er heiratet, zeugt ein Kind, der Krieg lässt ihn bis an sein Lebensende nicht mehr los. In Russland ist für ihn "das Beste vor und hinter der Kamera passiert". Erst der Sohn, der Schriftsteller Peter Henisch, der 1975 die verquere Biografie des Vaters zum zentralen Gegenstand seines halbdokumentarischen und nun in überarbeiteter Form neu erschienenen Romans "Die kleine Figur


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