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Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 49/03 vom 03.12.2003

KUNST Vor hundert Jahren wurde die Designfirma Wiener Werkstätte gegründet, die mit ihren Produkten auch ein Lebensgefühl verkaufte. Jenseits von Wien-Kitsch und Geschichtsklitterung erweist sie sich als aktuelle Avantgarde des Markenfetischismus. 

Die Wiener Werkstätte wurde 1903 vom Architekten Josef Hoffmann, dem Künstler Koloman Moser und dem Industriellen Fritz Waerndorfer gegründet. Hundert Jahre später hat sie als Vintage-Marke Wiener Werkstätte, bekannt auch unter dem von Moser gestalteten Monogramm WW, längst auf dem Nostalgiemarkt Wurzeln geschlagen. Doch worin besteht ihre Aktualität - jenseits von Retroboom, Kunsthandel und Wien-Marketing?

  Die Gründung der "Wiener Werkstätte, Productivgenossenschaft von Kunsthandwerkern, in Wien registrirte Genossenschaft mit unbeschränkter Haftung" im Mai 1903 sollte die Ideale des inneren Zirkels der Wiener Avantgarde in die Gesellschaft hinaus tragen: Otto Wagners Forderung nach einem der modernen Zeit entsprechenden Stil;


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