OHREN AUF! Mädels und Ladys

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 49/03 vom 03.12.2003

Das Plattenbusiness ist auch im Jazz kein Honigschlecken, aber Diana Krall, Norah Jones & Co sorgen dann doch immer wieder dafür, dass sich die Mundwinkel der Plattenbosse manchmal nach oben bewegen; und die Major-Labels reißen sich einen Haxen aus, um neu entdeckte Sängerinnen mit entsprechendem PR-Aufwand am Markt durchzusetzen - wie im Fall der norwegischen Wahlwienerin Rebekka Bakken. Deren Landsfrau Silje Nergaard ist schon etwas länger dabei, hat aber auch früh angefangen: Mit 16 soll sie sich zu einer spontanen Jamsession mit der Jaco Pastorius Group auf die Bühne geschwungen und ziemlich beeindruckt haben. So kam es, dass auf ihrem Debüt von 1990 auch ein Schwerverdienerjazzer wie Pat Metheny dabei war. Acht Alben später bedient Nergaard mit "Nightwatch" (Universal) genau jene Schnittstelle zwischen Jazz, Pop und Singer/Songwriting, die auf Autofahrten ebenso gefahrlos einsetzbar ist wie beim Candle-Light-Dinner: Balladen wechseln mit knackig swingenden Uptempo-Nummern


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