Im Osten geht die Sonne auf

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 49/03 vom 03.12.2003

MUSIK Ein Monat Wien Modern brachte einen vorhersehbaren Höhepunkt und unterschiedlich erfreuliche Überraschungen. Ein Rückblick. 

Ligeti, keine Frage. Die acht Konzerte, mit denen Wien Modern den achtzigsten Geburtstag des in Wien lebenden Komponisten feierte, waren mit Sicherheit ein Höhepunkt nicht nur des vierwöchigen Festivals, sondern des ganzen Wiener Konzertjahres. Aus beinahe allen Schaffensphasen und Werkgattungen des gebürtigen Ungarn hat der Pianist Pierre-Laurent Aimard zentrale Stücke zu einem Porträt zusammengestellt, das der Ausnahmestellung Ligetis in der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts mehr als gerecht wurde.

  Der noch ein bisschen matte Auftakt mit großen Orchester- und Chorwerken (RSO Wien, Michael Boder) war schon am zweiten Abend vergessen, als in einer langen Nacht die rhythmischen Aspekte in Ligetis Schaffen beleuchtet wurden, unter anderem mit dem von Aimard erläuterten und interpretierten Klavierkonzert und dem fulminanten Auftritt der Aka-Pygmäen


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