R' N' B AUS WIEN: JUCI

"Kommerz ist peinlich"

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 49/03 vom 03.12.2003

Die leuchtend orangen Haare, die lustig gefärbten Fingernägel und das farbenprächtige Outfit deuten auf eine alternative Kindergärtnerin mit einem Faible für Funpunk hin. Juci Janoskas optischer Eindruck als erwachsen gewordene Pipi Langstrumpf täuscht aber: Die akademisch ausgebildete Sängerin - als Solokünstlerin nennt sie sich schlicht juci - verfügt zwar über einen einnehmend-frechen Charme, musikalisch bewegt sie sich aber in der ernsthaften Welt des gefühlvollen, von sehr persönlichen deutschsprachigen Texten geprägten R 'n' B.

  Nach zwölf Jahren als Profisängerin mit den unterschiedlichsten Live- und Studiojobs - die 30-jährige Wienerin spricht treffend von "Gebrauchsmusikauftritten", die teilweise für die Butter am Brot sorgten -, ist soeben jucis Debüt "Tageslicht" erschienen. Produziert von ihrem Bruder, dem umtriebigen Multiinstrumentalisten Albin Janoska, ist es trotz der streckenweise allzu glatten Professionalität ein schönes Beispiele dafür, dass österreichischer


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