NÜCHTERN BETRACHTET

Rinderhacknachfrage stark gestiegen

Kultur | aus FALTER 49/03 vom 03.12.2003

Am Freitag herrschte bei meinem Stammfleischhauer gesteigerte Rinderhacknachfrage. Hierzulande sagt man ja auch gerne Rindsfaschiertes, aber nachdem ich Reinheitsgebote nur beim Bier akzeptiere und mit unseren deutschen Nachbarn seit Jahren ein bilaterales Wortimportabkommen unterhalte, möchte ich das Rinderhack in dieser Kolumne herzlich willkommen heißen und alle Menschen, die auch gute Gefühle gegenüber grenznahen Völkern in die Welt setzen wollen, anraten, es mir gleichzutun (interessant übrigens, dass mein Rechtschreibprogramm sowohl das "Rindsfaschierte" als auch das "Rinderhack" rot unterwellt, die "Rinderhacknachfrage" aber gelten lässt). Nun habe ich den Fall zwar nicht ausrecherchiert, möchte aber doch sehr gerne behaupten, dass die gesteigerte Rinderhacknachfrage auf meine im letzten Jahr an dieser Stelle gestartete Kampagne zur Rehabilitierung von Inspektor Columbos Leibgericht, dem Chili con carne, zurückzuführen war. In meinem Fall war das auch gewiss der Fall, denn

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