Kosmetik und Konfusion

Vorwort | KONRAD BECKER, MARTIN WASSERMAIR | aus FALTER 50/03 vom 10.12.2003

KOMMENTAR Beim Weltgipfel der UN wird eine demokratische Informationsgesellschaft verhandelt. 

Vom 10. bis 12. Dezember steht in Genf bei einem UN-Weltgipfel die Informationsgesellschaft zur Debatte. In Österreichs Politik und Medien herrscht angesichts der Tragweite der Entwicklung, die in dieser Großkonferenz einen wichtigen Anlassfall gefunden hat, Besorgnis erregende Stille. Die so genannte Informationsgesellschaft bezeichnet seit den Neunzigerjahren die Expansion digitaler Netzwerke, die Durchdringung der Arbeit durch Informationsprozesse sowie den Wandel von materiellen zu immateriellen Gütern. Damit stellt sich heute mehr denn je die Frage, wer über die Macht verfügt, die Grundzüge dieser neuen Gesellschaftsordnung zu definieren. Neue Konflikte in der Verteilung von Wohlstand beziehen sich inzwischen mehr auf die ungreifbare Welt des "geistigen Eigentums" (Intellectual Property) und der Vertriebsrechte als auf die traditionelle Wertschöpfung.

  Inzwischen ist vielfach von


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