DOLME DER WOCHE

Mainoni & Miedl

Politik | aus FALTER 50/03 vom 10.12.2003

Kurz bevor über das ÖBB-Gesetz abgestimmt wurde, fiel den Abgeordneten Eduard Mainoni (FPÖ) und Werner Miedl (ÖVP) ein, dass sie eine Kleinigkeit vergessen hatten. Also bastelten die Verkehrssprecher rasch einen Abänderungsantrag. Dort ist zu lesen, "dass eine Ausschreibung der erstmals zu besetzenden Funktion nicht erforderlich ist", wenn die Chefs der "ÖBB neu" schon jetzt im ÖBB-Vorstand oder in der Geschäftsführung sitzen. Klingt gespreizt, heißt aber nichts anderes, als dass jene, die heute leitende Funktionen in der ÖBB haben, ohne öffentliche Ausschreibung bald einen noch besser dotierten Job kriegen werden. Wenn die Bahn-Manager so toll sind, dass sie unter Umgehung einer Ausschreibung einen Generaldirektorposten kriegen können, verstehe noch einer, wieso die Regierung seit Monaten predigt, die ÖBB seien konkursreif.


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