WOHNBAUGESELLSCHAFTEN

Big Trouble

Politik | aus FALTER 50/03 vom 10.12.2003

Andere Baustelle, aber von denselben Architekten geplant: dem ÖVP-Wirtschaftstrio Grasser, Bartenstein & Finz. Nachdem die Wohnungen der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) nun alle verkauft sind, will die Regierung ihre fünf Wohnbaugesellschaften loswerden. Bis Freitag können 25 in- und ausländische Investoren ihre Angebote an das Bankhaus Lehman Brothers in Frankfurt schicken. "Das ist die größte Vermögensverschleuderung der Zweiten Republik", sagt SPÖ-Geschäftsführerin Doris Bures. Finanzstaatssekretär Alfred Finz entgegnet ihr: "Das ist der größte Unsinn des Jahrhunderts."

  Die insgesamt 62.000 Wohnungen wurden einst mit öffentlichen Zuschüssen und geförderten Darlehen gebaut - niedrige Mieten für Arme und für den Mittelstand. Heute findet es die Regierung nicht mehr zeitgemäß, dass der Staat den Hausherrn spielt. Um die Gesellschaften für Investoren interessanter zu machen, entließ sie Schwarz-Blau im April 2001 aus der Gemeinnützigkeit. Vermietet der künftige


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige