"Was soll ich schreiben?"

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 50/03 vom 10.12.2003

ÖVP Mit der ÖBB-Reform hat sich Verkehrsstaatssekretär Helmut Kukacka einen Traum erfüllt. Bis der altgediente Politiker so weit kam, hatte er fleißigen Briefverkehr und schrammte dabei an so manchen Skandalen und Polit-Pannen vorbei. 

Bis zum ersten Aufreger dauerte es nicht lange. Nur wenige Wochen im Amt, schickte Helmut Kukacka auf seinem offiziellen Staatssekretär-Briefpapier Briefe an Firmen, in denen er um "werbewirksame Einschaltungen" im ÖVP-nahen Neuen Volksblatt bat - dessen Geschäftsführer er bis zu Regierungsantritt war. "Aus Unachtsamkeit", wie er sich danach verteidigte. Papier und Porto ersetzte der frisch gebackene Staatssekretär dem Ministerium. Es war nicht der erste Brief, der Kukacka Probleme bereitete.

  1978 hatte er für die Errichtung seiner "Arbeiterwohnstätte" im noblen Linzer Stadtteil St. Magdalena Wohnbauförderung beantragt, jedoch die gesetzlich vorgeschriebene Höchstzahl von 130 Quadratmetern überschritten. Also reichte Kukacka, damals Referent


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