WIENZEUG

Politik | aus FALTER 50/03 vom 10.12.2003

Wenig Chefinnen im Magistrat Von den siebzig Magistratsabteilungen der Stadt Wien werden nur zehn von einer Frau geleitet, von den Rathausjuristen der höchsten Dienstklasse ist nur jede Fünfte eine Frau. Und neben 119 Primarärzten arbeiten nur 18 Primariae in öffentlichen Spitälern. Keine Rede von einer Frauenquote von mindestens vierzig Prozent, die im Wiener Gleichstellungsgesetz vorgeschrieben ist. Die grüne Gemeinderätin Monika Vana will "dieses tote Recht nun endlich beleben". Viele Stadträte seien punkto "Gender-Mainstreaming" säumig: "Sie machen Prestigeprojekte, stellen aber keine Mittel für echte Frauenförderung zur Verfügung", sagt Vana und schlägt in Anträgen an den Gemeinderat vor: Alle Geschäftsgruppen und Magistratsabteilungen sollen verpflichtet werden, Geld für entsprechende Maßnahmen bereitzustellen und so genannte "Steuerungsgruppen" für die Umsetzung einzurichten. Außerdem soll das Stadtbudget vor Beschluss immer auf seine Auswirkungen auf die Lebenssituationen

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