Last Man Standing

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 50/03 vom 10.12.2003

THEATER Nach monatelangem Ringen steht fest: Ab 2005 übernimmt der Wiener Regisseur und Schauspieler Michael Schottenberg die Leitung des Volkstheaters. Die Hintergründe der Berufung werfen kein gutes Licht auf die Kulturpolitik. 

Das alte Schauspielhaus schlägt zurück: Nach dem Theater in der Josefstadt, wo seit September Hans Gratzer Direktor ist, wird nun auch das Volkstheater von einem Regisseur übernommen, dessen Name eng mit dem Schauspielhaus der Siebziger- und Achtzigerjahre verbunden ist: An dem von Gratzer gegründeten und geleiteten Theater in der Porzellangasse feierte der junge Schauspieler Michael Schottenberg mit den Musiktheaterinszenierungen "Piaf" (1982) und "Rocky Horror Show" (1983) erste Erfolge als Regisseur.

  "Wien braucht ein sinnliches, witziges, erotisches, intelligentes und freches Theater", schwärmt Schottenberg unmittelbar nach der Bestellung im Falter-Siegerinterview. "So ein Theater hat ganz früher der Hans Gratzer im Schauspielhaus gemacht. Das


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