Am Schreibtisch mit Kinski

SEBASTIAN FASTHUBER | Kultur | aus FALTER 50/03 vom 10.12.2003

PORTRÄT William T. Vollmann zählt zu den umstrittensten Autoren der Gegenwart. Zwischen wildem Schreiben und extremem Leben zieht der US-Amerikaner keine Trennlinien. 

",Sind Sie ein Tourist?' ,Nein, ich sammle Spenden.' ,Sammeln Sie viel Geld oder nur ein paar tausend Dollar?' ,Wahrscheinlich nur ein paar tausend Dollar.' ,Ich finde, Sie sollten uns entweder wirklich helfen oder es bleiben lassen. So helfen Sie uns nicht.'" William T. Vollmann hatte bestimmt andere Vorstellungen von Afghanistan, als er vor 25 Jahren als naiver Jüngling voll hehrer Ideale dorthin aufbrach, um dem Volk im Kampf gegen die sowjetischen Unterdrücker zur Seite zu stehen. Freilich musste er im Laufe seines Aufenthalts erkennen, dass die Menschen weder Essen noch Medikamente von ihm wollten, sondern nur Geld zur Anschaffung von Waffen. "Seine Vorstellung, er könne irgendwie von Nutzen sein, ließ sich nicht aufrechterhalten", resümiert Vollmann denn auch die Reise des "jungen Mannes", von dem er in dem

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