AUFGEBLÄTTERT

Kultur | THOMAS ASKAN VIERICH | aus FALTER 50/03 vom 10.12.2003

Manchmal trifft es den Richtigen. Das deutsche Debüt von Eric-Emmanuel Schmitt, die Erzählung "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran", hält sich seit Monaten auf einstelligen Plätzen in den Bestsellerlisten. Dank Elke Heidenreich, die mit "Lesen!" im ZDF Werbung für Bücher macht, die nicht weh tun, nicht anstrengen und dennoch nicht als belanglos gelten müssen: "Ein Lehrstück in Sachen Güte", jubelte sie über "Monsieur Ibrahim", "ein unendlich zartes, schönes und liebevolles Buch!" In dem es darum geht, dass ein vom allein erziehenden Vater vernachlässigter 12-Jähriger von seiner Freundschaft mit einem kauzigen Gemüsehändler erzählt, der ihn in die Geheimnisse des Lebens einweiht. Brisanz bekommt diese Freundschaft, weil der Junge mosaischen Glaubens und der Gemüsehändler Mohammedaner ist. "Unendlich schön"? "Anrührend" oder "witzig" hätte es auch getan.

  Etwas gewagter fällt da schon der Nachfolger "Oskar und die Dame in Rosa" aus. Wieder wählt Schmitt die


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