Ganz oder gar nicht

WOLFGANG KRALICEK | Kultur | aus FALTER 50/03 vom 10.12.2003

ARBEITSMARKT Das AMS will die Schauspielervermittlung ins WUK auslagern. Wiens Theaterleute befürchten das Schlimmste. 

Das Depot hinter dem Museums- Quartier ist besser besucht als die meisten Theatervorstellungen der Stadt. Rund zweihundert Menschen steigen sich in dem kleinen Diskurslokal auf die Füße, darunter viele aus Theater, Film und Fernsehen bekannte Gesichter. Die Stimmung ist geladen; immer wieder brandet Volkszorn akustisch auf, vereinzelt werden Worte wie "Skandal" oder "unglaublich" laut.

  Abgespielt haben sich die dramatischen Szenen am Mittwoch vergangener Woche, als die IG Freie Theaterarbeit im Depot eine Pressekonferenz veranstaltete. Anlass: Es war ruchbar geworden, dass das AMS Wien sein "Künstlerservice" auflösen beziehungsweise in modifizierter Form ins WUK "auslagern" möchte.

  Die in der AMS-Geschäftsstelle am Esteplatz 1994 eingerichtete Abteilung betreut eine Berufsgruppe, die auf dem Arbeitsmarkt eine Sonderstellung einnimmt: Schauspieler. Nicht nur,

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