Liebe zu dritt

Kultur | MICHAEL LOEBENSTEIN | aus FALTER 50/03 vom 10.12.2003

FILM "Arabesken um Frosch" von Paul Harather verweigert sich dem Mainstreamkino - hat diesem aber nicht wirklich etwas entgegenzusetzen. 

Dogma", made in Austria? Die Zutaten stimmen jedenfalls (fast) alle: ein kleines, on location mit Handkamera auf Video gedrehtes Kammerspiel, gewollter Minimalismus in der Form: "Arabesken um Frosch", inszeniert von "Indien"-Regisseur Paul Harather (zuletzt: "Die Gottesanbeterin", 2000), trägt die ostentative Verweigerung, so etwas wie dem gegenwärtigen Ö-Filmschaffen anzugehören, wie ein Banner vor sich her.

  Mit privaten Mitteln nach einem Theaterstück des Hauptdarstellers Hakon Hirzenberger gedreht und mit Landesmitteln ins Kino gebracht, erinnert die Monomanie des Films an Peter Kerns "Haider lebt"; auch ist der Nihilismus, der in seinem Porträt zweier gelangweilter Wohlstandsliberaler (Hirzenberger, Heio von Stetten) aufblitzt, dem eigenartigen Zivilisationsekel eines Franz Novotny ("YU") gar nicht so unähnlich. Womit wir ja dann doch wieder


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