"Meine Sucht ist mein Krieg"

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 50/03 vom 10.12.2003

DOKUMENTARFILM Zwei Liebes-Filme: "Hans im Glück" erzählt vom versuchten Nikotinentzug; "Grey Gardens" zeigt eine irre Mutter-Tochter-Beziehung. 

Was passiert, wenn einer, der Filme macht, das Rauchen aufgeben will: Er wird unleidlich, nimmt seine Kamera und dreht einen Film darüber. "Meine Sucht ist mein Krieg, den führ ich gegen alle hier", sagt Peter Liechti und fängt an dahinzuschweizern, soll heißen: seine Heimat zu Fuß, nur mit einer Kamera und einem Reisetagebuch bewaffnet, zu erkunden.

  "Hans im Glück" dokumentiert drei Versuche des Filmemachers, den man bei uns bestenfalls mit seiner schwächsten Arbeit kennt ("Signers Koffer", 1996), das Rauchen loszuwerden: drei Reisen, von Zürich an den Bodensee, nach St. Gallen durchs Appenzellerland und auf den Säntis hinauf; der Entzug findet, theoretisch zumindest, im Gehen und Filmen statt.

  Liechti besucht seine Eltern, lässt eine steinalte Dame im Pflegeheim über ihr "kolossal einsames, blödes Leben" räsonieren und


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