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Austrorock 2003

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 50/03 vom 10.12.2003

Bands wie die White Stripes, die Strokes oder die Yeah Yeah Yeahs sorgten auch heuer wieder dafür, dass die kürzlich erst entstaubte Stromgitarre weiterhin ein zentrales Ausdrucksmedium globaler Jugendkultur bleibt und nicht gleich wieder als uncool entsorgt werden muss. Während die große weite Welt rockt wie schon lange nicht mehr, sind zuletzt auch in Österreich einige bemerkenswerte Gitarrenplatten erschienen.

Deadzibel haben ihre Livequalitäten mit "Hell To Pay" (13 Records/Trost) endlich adäquat auf Tonträger gebannt. Weit entfernt vom melodischen Hardcore der frühen Tage, bieten die seit den frühen Neunzigern aktiven Linzer hier schmutzige, bluesbeeinflusste und betont räudig angelegte Rockmusik, die über die Qualitäten stumpfer Gitarrenriffs ebenso gut Bescheid weiß wie über die Wirkung einer wuchtig agierenden Rhythmusabteilung. Musik also, die auch im Vorprogramm von Bands wie AC/DC oder Turbonegro keine schlechte Figur machen würde.

In einer ganz anderen Welt bewegen


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