Ein Käfig voller Fragen

NICOLE SCHEYERER | Kultur | aus FALTER 50/03 vom 10.12.2003

KUNST Die Italienerin Monica Bonvicini und der Amerikaner Sam Durant haben die Secession in ein Labyrinth aus lauter Sackgassen verwandelt. 

Wer heute eine grobe Einteilung treffen wollte, könnte zwischen Künstlern unterscheiden, die eine "Message" haben, aber mit deren formaler Umsetzung kämpfen, und solchen, bei denen zwar alles gut aussieht, aber dennoch beliebig bleibt. Mit Monica Bonvicini und Sam Durant hat die Secession zwei international erfolgreiche Künstler eingeladen, die das Denken in Formen hervorragend beherrschen: Beide degradieren Kunst nicht zur Illustration von Thesen, und trotzdem fungiert in ihren referenzvollen Arbeiten jedes Element als Bedeutungsträger. Eigenartigerweise fällt gerade das erste Gemeinschaftsprojekt der Italienerin und des Kaliforniers, "Break it / Fix it", dozierend und steril aus.

  Bonvicini wurde für ihre pointierten Arbeiten zum Verhältnis von Architektur und Geschlecht bekannt. In ironisch-rotziger Attitüde brachte die 1965 geborene

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