STADTRAND

Gut behüttet

Stadtleben | aus FALTER 50/03 vom 10.12.2003

Man muss nur intensiv genug meckern, und schwups - schon ändert sich alles. Oder zumindest ein bisschen was. Haben Sie gesehen? Die Stadt ist zwar wieder voll mit hölzernen Punschhüttendörfern, Bretterverschlägen, die so was wie Gemütlichkeit ausstrahlen sollen und - zumindest im nüchternen Zustand - eher entsetzlich sind. Aber, und das ist das Neue, es gibt immer mehr Hüttenbetreiber, denen ist ihre Punschtankstelle nicht mehr wurscht! Die haben sich doch tatsächlich Gedanken gemacht. Und damit sind jetzt nicht nur die weiß-blauen Bayern-Iglus im MuseumsQuartier gemeint. Die transparenten und DJ-beschallten Wärmespender (bei der Mariahilfer Straße, im Resselpark und vor der Hauptuni) kommen echt gut - und werden nur noch von der Idee übertroffen, als Punschalternative Suppe auszuschenken. Aber auch am Stephansplatz hat sich was getan: Die bisherige Megabaracke zur Rettung des Gotteshauses wurde heuer nämlich durch ein hübsch designtes Haus in Eigenheim-Ausmaßen ersetzt. Vorm Babu, dem Szeneschuppen am Gürtel, wurden weiße Kisten aufgestellt, und nächstes Jahr hätten wir dann gerne noch weniger Jagdhütten im Stadtgebiet. Vor allem das fürchterliche Tirolerhaus am Michaelerplatz: Das muss, äh, weg! C. W.


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