Ausgeblendet

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 50/03 vom 10.12.2003

FLAKTÜRME Die Architektin Ute Bauer hat ein Buch über die Wiener Flaktürme verfasst - das erste zu den NS-Betonbauten überhaupt. 

Der Flakturm im Esterházypark ist ja schon fast kein Flakturm mehr", sagt Ute Bauer und spielt auf die Sondernutzung als Aquarium an. Und auf die Tatsache, dass das Bauwerk inzwischen offiziell Haus des Meeres heißt. Manchmal wundert sich die Architektin, dass die sechs Wiener Flaktürme im Stadtbild so präsent sind und gleichzeitig so aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit ausgeblendet werden. "In einer Stadt, in der an so vielen Häusern Hinweistafeln angebracht sind, wird die Geschichte der Flaktürme mit fast keinem Wort erwähnt." Und wenn, dann seien die Angaben fehlerhaft.

  Literatur dazu gibt es kaum, wenn, dann nur Plan-Sammlungen. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit hat sich Bauer mit jenen sechs Türmen beschäftigt, die das nationalsozialistische Regime zwischen 1942 und 1945 zur Luftabwehr und als Luftschutzbunker erbauen ließ. Jetzt ist die


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