Jahre des Umbruchs

RAIMUND LÖW | Vorwort | aus FALTER 51/03 vom 17.12.2003

AUSLAND Für den starken Nationalstaat, gegen multilaterale Projekte? Die Wahlen in den USA werden die Richtung vorgeben. 

Kriege, die so eindeutig mit dem totalen Zusammenbruch der einen und dem militärischen Erfolg der anderen Seite enden wie der Irakkrieg, schaffen normalerweise klare regionale Machtverhältnisse und geben Aufschluss über internationale Trends. Der triumphale Einzug der amerikanischen Truppen in Bagdad im vergangenen April und acht Monate später die Gefangennahme von Saddam Hussein lassen hingegen mehr Fragen offen, als sie klären.

  Die USA haben mit diesem Waffengang zwar bewiesen, dass sie willens und fähig sind, auch im Alleingang ein ungeliebtes Regime auf der anderen Seite des Erdballs zu stürzen. Von der versprochenen Neuordnung des Nahen Ostens ist nur die vage Hoffnung auf ein Minimum an Flexibilität der Regierung Sharon im Umgang mit den Palästinensern geblieben. In den Grundideen vom allumfassenden Kampf gegen den Terrorismus sind sich George W.

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