MINDERJÄHRIGE FLÜCHTLINGE

Jugend ohne Bett

Politik | aus FALTER 51/03 vom 17.12.2003

Knapp 200 jugendliche Flüchtlinge, die ohne Eltern in Wien gelandet sind, stehen auf jeden Fall auf der Straße. Das hat Vizebürgermeisterin Grete Laska in einer aktuellen Anfragebeantwortung gegenüber dem Gemeinderat bestätigt. 1302 Jugendliche, die ohne Erwachsene nach Österreich gekommen sind, hatten seit Jahresbeginn beim Jugendamt angeklopft. Für knapp 400 hat das Innenministerium einen Platz in der Bundesbetreuung. "Auf Kosten der MA 11 (Jugendamt, Anm. d. Red.) sind derzeit insgesamt 162 Mädchen und Burschen untergebracht", sagt Vizebürgermeisterin und Sozialstadträtin Grete Laska.

  Und der Rest? "191 Minderjährige geben zwar an, dass sie sich ständig in Wien aufhalten, sie verfügen über keinen festen Wohnsitz hier", sagt die Vizebürgermeisterin. Die übrigen 549 Asylwerber seien privat untergebracht, schlafen in Notquartieren oder bei Freunden. Schuld an dieser Misere sei Innenminister Ernst Strasser, meint Renate Balic-Benzing, Leiterin des Jugendamtes der Stadt


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige