OHREN AUF! Weihnachtsmusik

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 51/03 vom 17.12.2003

Hätte Johann Sebastian Bach geahnt, was die Menschheit heute von ihm hält, eines seiner populärsten Werke wäre wohl kaum entstanden. So aber hielt es der selbstbewusste Thomaskantor im Winter 1734 für ratsam, einige kurz zuvor entstandene Gelegenheitswerke vor dem Vergessen zu retten, indem er sie - erweitert um neue Stücke - in den größeren Werkzusammenhang eines "Weihnachtsoratoriums" stellte.

Dass die ein- und umgearbeiteten Werke großteils weltliche, also gar nicht auf weihnachtliche Stimmungsmache hin angelegte Kantaten waren, merkt heute niemand mehr. Das Werk ist selbst im katholischen Österreich fester Bestandteil der jährlichen Feierlichkeiten, und wer derzeit auf der Suche nach einem luxuriösen Geschenk für musikbegeisterte Freunde ist, der kann mit der Neueinspielung durch die Niederländische Bachgesellschaft unter Jos van Veldhoven kaum falsch liegen (Channel/Helikon). Verpackt in einer dicken Box aus rotem Samt und begleitet von einem aufwendig gestalteten Textbuch


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