Suppé avec Couplet

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 51/03 vom 17.12.2003

MUSIK Sexuelle Befreiung à la Volksoper: Mit Franz von Suppés "Bocaccio" wird mal wieder versucht, die Operette zu retten. 

Ein Haus auf der Suche nach seiner Zukunft. Mit einem "Übergangsspielplan" möchte der neue, im Mai dieses Jahres kurzfristig bestellte Volksoperndirektor Rudolf Berger das Kunststück schaffen, "Anspruch und Unterhaltung" zu verbinden. Dem Auftrag des Subventionsgebers Republik Österreich gemäß, soll dabei das Genre der Operette eine zentrale Rolle spielen. Nicht ganz zu Unrecht: Die Mitte des 19. Jahrhunderts aus Paris importierte, ursprünglich satirische Gattung ist zwar keine Wiener Erfindung, erlebte hier aber (wenn auch in harmloserer Form) während der Gründerzeit eine Hochblüte und wurde (als reines Nostalgiespektakel) noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein fortgeführt.

  Unter Berufung auf diese Tradition bemüht man sich in Wien bis heute, die Operette nicht nur als Museumsstück, sondern als lebendige Gattung auch noch ins 21. Jahrhundert zu

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