SPIELPLAN

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 51/03 vom 17.12.2003

Während in der Burg Christoph Schlingensief schmuddelt, setzen die anderen Wiener Großbühnen mit Ferdinand Raimund auf ein traditionelleres Weihnachtsprogramm: In der Josefstadt steht "Der Alpenkönig und der Menschenfeind" auf dem Spielplan, im Volkstheater wird "Der Bauer als Millionär" gegeben. Der Falter hat beide Produktionen einem Vergleichstest unterzogen.

Stück: Der "Alpenkönig" ist eine Art Psycho-Zauberspiel: Der misanthropische Rappelkopf wird durch Selbsterkenntnis - er bekommt ein Spiegelbild seiner selbst vorgeführt - therapiert. Auch "Der Bauer als Millionär" ist ein Läuterungsmärchen: Der durch Reichtum hoffärtig gewordene Fortunatus Wurzel altert, verarmt und bereut - mehr Moral, weniger Witz. 1:0 für die Josefstadt.

Regie: Nach den vielen Ausfällen zu Saisonbeginn liefert Hans Gratzer (diesmal im Duo mit Hanspeter Horner) in der Josefstadt eine "Sicherheitsinszenierung" ab: keine Mätzchen, schnörkelloses Spiel. Im Volkstheater geht es Stephan Bruckmeier (bis


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