"Er war wie ein Kind"

Kultur | KARL A. DUFFEK und KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 51/03 vom 17.12.2003

BRIEFWECHSEL Die Korrespondenz, die Theodor W. Adorno mit der Wiener Schauspielerin Lotte Tobisch führte, ist soeben erschienen. Der "Falter" sprach mit Tobisch über ihr Verhältnis zu Adorno und dessen Verhältnis zu Wien. 

Als Nachzügler zur großen publizistischen Welle anlässlich des hundertsten Geburtstags von Theodor W. Adorno erscheint nun "Der private Briefwechsel", den der Philosoph mit der Burgtheater- und Fernsehschauspielerin Lotte Tobisch (Jahrgang 1926) zwischen 1962 und seinem Tod im Jahr 1969 führte. Die Schreiben zwischen dem "Lotterl" und "Teddie" sind das Zeugnis einer ungewöhnlichen Freundschaft und ein Beleg dafür, dass Adorno keineswegs so weltfremd war, wie das Klischee es will: Ein unglaubliches Arbeitspensum und ein dichter Terminplan hielten ihn nicht davon ab, Beziehungen in alle Richtungen zu unterhalten, Freunde und Bekannte zu protegieren oder Egon Hilbert, damals gemeinsam mit Herbert von Karajan Direktor der Wiener Staatsoper, detaillierte Vorschläge


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