Hier kocht der Chef

Stadtleben | ARMIN THURNHER | aus FALTER 51/03 vom 17.12.2003

weihnachtsmenü Warum brauchen Sie zum Eintritt ins Bambiland unbedingt eine Lötlampe? Warum trinken Sie die Neuburger Spätlese zur Maronisuppe am besten bei 13°? Zagen Sie nicht, hier wird Ihnen geholfen.  

Man kommt ganz schön ins Schwitzen beim Zusammenstellen des Falter-Weihnachtsmenüs. Für Fleischfresser und Vegetarier soll es sich ebenso eignen wie für Fischallergiker (Klaus Nüchtern), nicht zu komplex, aber auch nicht zu simpel soll es sein, keine blöde exotisch-avantgardistische Show soll abgezogen werden, und was Neues soll die geneigte Leserschaft auch noch erfahren. Außerdem muss ein Motto her. Gut, Elfriede Jelineks globaler Begriff "Bambiland" lässt sich ländlich-unsittlich auffassen. Also Rehrücken. Dazu, als kleiner Denkzettel, der jüdische Wurzelkarpfen (den holen wir natürlich als Biofisch oder bei Herrn Umar am Naschmarkt oder gleich beim Produzenten Marc Mössmer auf der Freyung, obwohl der zu Recht darauf hinweist, dass man Karpfen das ganze Jahr über


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