Liebe Leserin, lieber Leser!

Vorwort | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 02/04 vom 07.01.2004

Der Chef klingt noch danach, der Filmredakteur klingt schon danach, die Kollegin vom Stadtleben - so wie der Theatermann - schon nicht mehr, und Eva Weissenberger ist überhaupt nicht zu hören, weil sie genau mitten drin ist in ihrer Jahreswechselrespirationstraktkalamität und ergo gleich zu Hause geblieben ist. Ihre Reportage über eine Romasiedlung bei Kosice in der Slowakei hat sie trotzdem geliefert. Kosice? Slowakei? Ganz recht. 2004 wird die EU unter anderem um die Slowakei erweitert, vermutlich jenen unter seinen Nachbarn, über den die Österreicher und -reicherinnen am wenigsten wissen.

Wenn Sie auch dazu gehören und an einem mehr oder weniger durchschnittlichen Slowakeiwissensdefizit laborieren, soll es uns aber nur recht sein. Dann sind Sie sozusagen Zielpublikum. Mit großzügiger Hand im Blatt verstreut und durch Logos kenntlich gemacht, finden sich nämlich Slowakei-Storys in sämtlichen Ressorts. So berichten Gerald John und Nina Weißensteiner über das politische System, Markus Marterbauer über die Steueroase Slowakei, Jasmin Bürger hat sich der Frauen, Carsten Fastner der Musik und Matthias Dusini der Kunstszene angenommen, Andrea Dusl hat eine ihrer beliebten kartographischen Analysen der Landesmentalität beigesteuert. Und Christopher Wurmdobler, der, begleitet von Katharina Gossow und Thomas Prlic´, Bratislava "ausgecheckt" hat, beteuert, sämtliche spontanen Rauchwarenangebote der slowakischen Kifferhochburg abgeleht zu haben. Gilda Blosmanova ist übrigens keine Slowakin. Ist aber trotzdem vertreten: ab sofort wöchentlich auf der letzten Politikseite; diesmal: Seite 15.


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