Der unheimliche Nachbar

Politik | GERALD JOHN und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 02/04 vom 07.01.2004

SLOWAKEI Jahrelang wurde Österreichs Nachbar mit MecÇiar, Mafia und Mercedes-Schiebern assoziiert. Jetzt wird er EU-Partner. Ist die Slowakei in Europa schon angekommen? 

Der Präsident wirkt ein bisschen schrullig. Er maßregelt gerne den Regierungschef. Für dessen harten Reformkurs und unersättliche Machtambitionen.

  Der Rechtspopulist gebärdet sich nationalistisch und autoritär. Er hat viele Wahlen gewonnen, trotzdem wird er es nicht mehr in die Regierung schaffen. Weil ihn das Ausland schneidet.

  Der Premierminister ist von der konservativen Sorte. Er und seine Partei wollen unbedingt Gott in die Verfassung schreiben. Außerdem ist ihm die Gleichstellung von Homosexuellen ein Gräuel.

  Nein, hier ist nicht von Thomas Klestil, Jörg Haider und Wolfgang Schüssel die Rede. Sondern vom politischen Establishment der Slowakei. Der aufmüpfige Präsident heißt dort Rudolf Schuster, der bedrohliche Rechte Vladimir MecÇiar, der christdemokratische Regierungschef MikulásÇ Dzurinda.


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