"Saufen, stehlen, schlafen"

Politik | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 02/04 vom 07.01.2004

ROMA Die dunkle Seite der Slowakei: Hunderttausende Roma leben in Slums. Die Arbeitslosigkeit treibt manche in die Sucht, manche in die Kriminalität, viele in die Lethargie.

Aufstehen. Holz hacken. Einheizen. Frühstücken. Mit den Kindern spielen. Super Mario spielen. Fernsehen. Einheizen. Mittagessen. Mit den Kindern spielen. Super Mario spielen. Fernsehen. Holz hacken. Einheizen. Abendessen. Super Mario spielen. Fernsehen. Super Mario spielen. Schlafen.

  So schaut ein Tag im Leben von Ivan Bily aus. So schaut jeder Tag im Leben von Ivan Bily aus. Und daran wird sich so schnell auch nichts ändern.

  Der 23-jährige Bily hatte in seinem Leben erst einen richtigen Job, vergangenen Sommer arbeitete er zwei Monate für die Gemeinde. Sonst lebt er mit seiner Frau Marta und den drei kleinen Kindern von 10.400 Kronen Sozialhilfe im Monat, das sind rund 250 Euro.

  In seinem Dorf, in Jarovnice in der Ostslowakei, ist das nichts Besonderes. Alle seine Nachbarn leben vom Staat. Fast jeder


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