Schwabradieschensalat

WOLFGANG KRALICEK | Kultur | aus FALTER 02/04 vom 07.01.2004

THEATER Es kommt nix Besseres nach: Das Burgtheater zeigt im Kasino eine Werner-Schwab-Hommage ohne Werner-Schwab-Texte. 

Der damals 36-jährige Grazer Theaterpopstar Werner Schwab hat vor genau zehn Jahren - im Morgengrauen des 1. Jänner 1994 - seinen letzten Schnaufer gemacht. Drei Wiener Bühnen nahmen den traurigen Gedenktag zum Anlass, sich - auf sehr verschiedene Weise - mit Schwab auseinander zu setzen.

  Den Anfang machte, bereits Ende September, das kleine Projekt Theater Studio mit der Performance "Skandalon: Stille", in der erfolgreich die musikalischen Qualitäten von Schwabs Sprache getestet wurden. Die zweite Gedenkveranstaltung war der Best-of-Abend "Seele brennt!" Anfang Dezember im Rabenhof; eine aus verschiedenen Schwab-Dramen intelligent zusammengestellte Collage, die vor allem dank einer genialen Besetzung zu einem kleinen Höhepunkt der Theatersaison wurde: Die FM4-Komiker Stermann und Grissemann debütierten überzeugend im "ernsten" Fach - und wurden von der entfesselten

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