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Geschichtestunde

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 02/04 vom 07.01.2004

Im August 1972 organisierte das Soullabel Stax in Los Angeles ein Open-Air-Festival, das als "Black Woodstock" in die Popgeschichtsschreibung eingehen sollte. Jahre nach den Race Riots in Watts war dieses einmalige Zusammentreffen von Stax-Größen wie The Bar-Kays, Carla Thomas, David Porter und The Soul Children eher vom Bürgerrechtsgedanken des gleichberechtigten, friedlichen Neben- und Miteinander denn von schwarzer Militanz geprägt. Neben weltlichem Soul enthält der später als Tonträger und Film veröffentlichte Konzertmitschnitt somit auch einiges an gottesfürchtigem Gospel.

Jetzt liegt "Wattstax" (Stax/Zyx) als neu editierte Dreifach-CD mit einer Reihe zuvor unveröffentlichter Aufnahmen vor. Warum dabei aber Teile des Originals - darunter ausgerechnet Isaac Hayes' spektakuläre 18-Minuten-Version des Bill-Withers-Klassikers "Ain't No Sunshine" - weggelassen wurden, bleibt rätselhaft.

In ihrem ersten Teil ist auch die Doppel-CD "History. Blue Box 1983-2003" (www.bluebox.at/Trost)


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