Ausgebrüllt?

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 02/04 vom 07.01.2004

TIERPARK Der Safaripark Gänserndorf steht vor dem Konkurs. Müssen die 850 tierischen Parkbewohner jetzt eingeschläfert werden? 

Noch brüllt der Tiger. Angeblich ja nur, weil sein Lieblingskackplatz, der Tigerbadeteich, zugefroren ist und er woanders "äußerln" muss. Möglicherweise dürfte der sibirische Tiger im Safaripark Gänserndorf demnächst ausgebrüllt haben. Grund dafür sind dann aber nicht Frühlingstemperaturen, sondern die Tatsache, dass das Freizeitunternehmen in der Nähe Wiens unmittelbar vor dem Konkurs steht.

  Die Schulden des Tierparks belaufen sich auf 2,5 Millionen Euro, Grund für die Finanzmisere sind die beiden vergangenen Sommer. Erst wegen der extremen Niederschläge, dann wegen der Hitzewelle kamen 2002 und 2003 nämlich weit weniger Besucher nach Gänserndorf als erwartet. Aus diesem Grund entschlossen sich die Betreiber, die vor vier Jahren die veraltete Anlage übernommen haben und sie als Non-Profit-Unternehmen führen, erstmals auch im Winter offen


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