Philosophie des Terrors

Politik | ROBERT MISIK | aus FALTER 03/04 vom 14.01.2004

FUNDAMENTALISMUS Der Islamismus sei die neue totalitäre Bedrohung, heißt es. Zeit, sich mit seinen Vordenkern vertraut zu machen. Es sind nicht nur frömmelnde Mullahs, sondern auch ernst zu nehmende Intellektuelle darunter. 

Etwas mehr als zwei Jahre nach den Anschlägen vom 11. September erhält die Debatte über die islamistische Gefahr in Europa eine bemerkenswerte neue Wendung. Auslöser dafür waren vor allem die Terroranschläge von Istanbul. Die islamistische Bedrohung wird nicht mehr vornehmlich als terroristische Herausforderung der USA angesehen. Vom "neuen Totalitarismus" ist jetzt die Rede, einem Krebsgeschwür, das in den westlichen Gesellschaften ebenso wuchere wie in den orientalischen.

  Wie immer, wenn das Wort "Totalitarismus" fällt, bekommt auch gleich der linksliberale Mainstream sein Fett ab. Der verschließe, argumentiert etwa der deutsche Integrationsexperte Eberhard Seidel in der Berliner tageszeitung, die Augen vor der Gefahr. Anstatt den islamistischen Zorn


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