Muslime & Antisemitismus

"Ein heimtückisches Volk"

Politik | ROBERT MISIK | aus FALTER 03/04 vom 14.01.2004

Es ist ein neues Phänomen, und es droht gerade multikulturelle Blütenträume endgültig welk werden zu lassen: das Phänomen des grassierenden moslemischen Antijudaismus - eine verstörende Erscheinung. Auffallend ist, dass die Zahl antijüdischer Übergriffe in Europa mit Beginn der zweiten palästinensischen Intifada stark zugenommen hat. In den meisten Fällen sind Jugendliche moslemischer Herkunft die Täter. Europas Juden werden mit der Politik der israelischen Regierung identifiziert. Unübersehbar ist auch, dass der Palästinakonflikt zunehmend religiös übercodiert wird. Der islamische Diskurs - vom Maghreb bis Malaysia, von der Pariser Banlieue bis nach Köln - ist von Stereotypen durchsetzt, die ihren Ursprung im christlichen Antijudaismus haben - und auch in den antijüdischen Passagen des Koran.

  "Die Juden sind ein heimtückisches Volk. Allah hat uns den Umgang mit ihnen verboten. (...) Tötet alle Juden!", heißt es auf der Internetseite einer deutschen Islamistenpartei.


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