Ein neues Gespenst

Politik | NINA HORACZEK / Berlin | aus FALTER 03/04 vom 14.01.2004

EU-WAHLEN Zuerst wetterten sie gegen die EU - nun wollen die Kommunisten mit einer eigenen Europapartei mitmischen. Wie, das wissen sie selbst noch nicht genau.

E s geht ein Gespenst um in Europa", hieß es 1848. "Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet", schrieb Karl Marx in seinem "Kommunistischen Manifest". 156 Jahre und eine vernichtende Niederlage später wollen die Kommunisten wieder einen Geist durch Europa jagen - diesmal wird es aber vorerst nur ein Gespenstchen sein.

  Vergangenes Wochenende versammelten sich Arbeiterführer aus Ost- und Westeuropa im Berliner Abgeordnetenhaus, um ein neues Manifest zu beschließen: Die Gründung der Europäischen Linkspartei (ELP), mit der sie bei den EU-Wahlen am 13. Juni auf Stimmenfang gehen wollen. 19 Parteien von der Türkei bis Portugal nahmen teil, elf davon unterzeichneten den Aufruf zur Gründung der ELP. Von den EU-Beitrittsländern sind die estländischen Kommunisten, die


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