ÖSTERREICHISCHES BAROCK

Wirtshaus, Türken und Zigeuner

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 03/04 vom 14.01.2004

So seltsam es klingen mag: Ausgerechnet mit seiner Spezialisierung auf österreichische Barockmusik und der Präsentation der mysteriösen "Rosenkranzsonaten" von Heinrich Ignaz Franz Biber liefert das Ensemble Ars Antiqua Austria heuer einen der ungewöhnlichsten und spannendsten Beiträge zum Alte-Musik-Festival Resonanzen. Denn selbst wenn man hierzulande auf die heimische Musikgeschichte, auf die Kirchen und Palais dieser Epoche sowie auf die eigene, vermeintlich barocke Lebensart stolz ist, genießt die Tonkunst des 17. und 18. Jahrhunderts aus Wien, Innsbruck oder Salzburg im internationalen Vergleich doch eher Exotenstatus.

  Spielpläne und CD-Regale werden auch in Österreich nach wie vor vom italienischen Repertoire dominiert, Johann Sebastian Bach nimmt ohnehin eine Sonderstellung ein, die Briten haben mit der Aufführungstradition von Georg F. Händel nie gebrochen, und französische Barockkomponisten werden derzeit zunehmend en vogue. Daneben wirkt die Musik von Österreichern


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