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Kunstkopfkoller


KLAUS NÜCHTERN
Kultur | aus FALTER 03/04 vom 14.01.2004

Joe Zawinul ist nicht der einzige und erste Weltjazzmusiker aus Österreich. Dabei war Hans Koller, wie man in den Liner Notes zu einem seiner sechs beim deutschen Label MPS erschienenen und nun von Universal neu aufgelegten Alben lesen kann, "der große Meister der deutschen Jazz-Szene" - und brachte seine ersten Platten in den USA heraus. Antonio Hans Cyrill Koller, Sohn eines Wiener Eisenbahners, hätte am 12. Februar dieses Jahres seinen 83. Geburtstag gefeiert, verstarb jedoch am 22. Dezember 2003 an den Folgen einer Lungenentzündung. Der Saxophonist, Bandleader und bildende Künstler (der seine Musikerkarriere zeitweise zugunsten der Malerei hintanstellte) war der erste europäische Musiker, dem das Downbeat-Magazin die Höchstwertung (5 Sterne) für eines seiner Alben verlieh. Beeinflusst war er freilich durch den amerikanischen Cool Jazz eines Lee Konitz, Zoot Sims oder Al Cohn, und bei Blindfold-Tests wurde er aufgrund seines eleganten Alto-Sounds (am Tenor!) schon mal mit Stan

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