Rampensau & arme Sau

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 03/04 vom 14.01.2004

KABARETT Reggae mit Heidegger, HipHop mit Hitler: Die bösen Lieder des Berliner Duos Pigor & Eichhorn sind endlich in Wien zu hören. 

Pigor singt. Benedikt Eichhorn muss begleiten. Zwei Sätze, ein Programm. Das alte Kabarettistenproblem, originelle und doch irgendwie passende Titel für ihre Programme zu finden, haben Pigor und Eichhorn radikal und elegant zugleich gelöst: Die Programme heißen alle "Pigor singt. Benedikt Eichhorn muss begleiten" und werden einfach fortlaufend nummeriert; "Volumen 4" hat Ende März in der Berliner Bar jeder Vernunft Premiere.

  Texter und Sänger Thomas Pigor, 47, und Pianist Benedikt Eichhorn, 41, leben in Berlin, stehen seit 1995 gemeinsam auf der Bühne und erfüllen dort - siehe Programmtitel - die genretypischen Rollenklischees vom dominanten Frontmann und seinem unterdrückten Begleitmusiker. In frühen Programmen hat der arme Eichhorn bei Wetten mit Pigor regelmäßig seine ohnedies bescheidene Gage verspielt; seit "Volumen 3" ist er offiziell


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